Bald ist Webkurswochenende

Das Osterwochenende habe ich dazu genutzt, die Kursunterlagen für meine Webkurse am kommenden Wochenende auszudrucken. Beide Kurse, ein Anfänger- und  ein Fortgeschrittenenkurs im Brettchenweben sind ausgebucht. Ich freue mich bereits auf meine Gäste.

Kurshefte

Ganz neu auf meinen Bildern sind nun auch Wasserzeichen, die bedauerlicherweise über den schönsten Teil der Fotos verlaufen.  Aber es ist wohl notwendig: Dass Leute ungefragt meine Bilder weiterverwenden, z.B. für ihre eigenen Anleitungsbücher, habe ich erst vor anderthalb Wochen wieder erlebt.
Also wer mit Anleitungen um sich wirft und es nicht mal schafft, seine eigenen Werke fürs Titelblatt zu fotografieren (zumal das Bild, das die Frau von mir gemopst hatte, nichts außergewöhnliches war…), muss sich doch der Qualität seiner eigenen Fähigkeiten nicht sicher sein *kopfschüttel*

10 Shades of *bling*

Heute habe ich mal meine Gold- und Silbergarnvorräte zusammengetragen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Und das ist gar nicht so wenig.

Grund dafür ist die stetige Suche nach vernünftigem und hoffentlich echtmetallenem Material fürs Broschieren historischer Brettchenwebmuster. Leider bin ich da besonders im Goldbereich mehrfach reingefallen.

Gold_und_Silber_Blog
Gold- und Silberfäden

Die Silbervorräte beruhen auch auf meiner Suche nach weiterem Material für Sprangschärpen. Der Strang oben im Bild ist der Rest vom Japansilber, das ich für die erste Schärpe verwendet habe. Aber dies war viel zu dick und störrisch. Selbst beim Brettchenweben sind die Ergebnisse damit unbefriedigend. Vielleicht werde ich es mal für eine Anlegearbeit beim Sticken nutzen oder an jemanden weitergeben, der sowas macht. Die große Rolle ists kein Garn sondern 0,2mm Silberdraht, mit dem ich bereits broschiert habe. Die Holzrolle ist von Jacky und vermutlich auch echtes Silber. Was den Strang stahlgrauen „Silbers“ angeht, bin ich mir unsicher und das total glänzende Gedöns in silber und supergelbgold ist definitiv Plastik. War eine Probebestellung und viel zu billig für echt.

Bei den güldenen wirds dann schwieriger. Das Gold auf der langen Holzrolle verarbeite ich gerade in einer Borte. Echtes Metall, aber ob echtes Edelmetall dabei ist, weiß ich nicht. Die dickere Holzrolle (ganz unten) wurde mir als Gold verkauft, aber müffelt wie Messing. Die grüne Rolle ist aus Österreich und soll echtgold sein. Das Garn wird demnächst wenigstens mal bei einem Musterstück verarbeitet, ebenso wie das Gold von Marled, auf der kleinen Holzrolle und den Pappröllchen.

Vom Webertreffen zurück

Lange erwartet und nun ist es schon fast eine Woche wieder vorbei: das Brettchenwebertreffen im Unperfekthaus in Essen.

Auch wenn die Fahrt weit war, hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe an dem Tag viele alte Bekannte getroffen und noch viel mehr neue Leute kennengelernt. Viele Bilder habe ich leider nicht geschossen, da ich mehr geklönt und geschaut habe (und tatsächlich sogar gewebt!).

Dafür hat die Organisatorin Silvia Aisling in ihrem Blog einen schönen bebilderten Bericht abgeliefert: http://aislingde.blogspot.de/2014/11/brettchenwebertreffen-in-essen.html

Aber auch eine gute alte Bekannte habe ich getroffen, die leider das Brettchenweben schon vor einigen Jahren an den Nagel gehangen hatte. Ich hatte sie auf den ersten Webertreffen kennengelernt, die hier in Deutschland übers Internet organisiert wurden und sie und ihre tollen Körbchen voll mit Bändern waren mir als damals noch blutigem Anfänger eine große Inspiration. Dass es ihr mit der Aufgabe des Hobbys ernst war, zeigte der Verkauf von ihren Websachen. Ich habe ein paar Bücher ergattert, die mir noch in meiner Bibliothek fehlen:

„Stippeltjes Weefsel 2“ von Marijke van Epen
„Folkliga Band“ von Kirsti Dahle Eaus und Ingela Juhlin-Kristiansson (schwedisches Buch über Bänder in verschiedenen Herstellungsweisen)
„Brettchenweben“ von Marga und Heribert Joliet – lange gesucht und jetzt endlich auch in meinem Regal 🙂

Buecherbeute

Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei und vor allem viel zu plötzlich. Gerade im Genuss meines Abendessens legte der Feueralarm los. Wir schafften es glücklicherweise alle, unseren Kram möglichst vollständig zu packen und aus dem vierten Stock nach draußen zu bringen. Wie an der allgemeinen Ruhe bereits von der Feuerleiter auf dem Balkon zu erkennen, musste es sich um einen Fehlalarm gehandelt haben. Nach einer halben Stunde vor dem Haus durften wir auch wieder rein. Da sich unsere Runde aber arg reduziert hatte, entschlossen wir uns, zu bezahlen und dann noch eine Runde über den Essener Weihnachtsmarkt zu drehen.

Zum Glück musste ich nicht mehr im Dunkeln nach Hause, sondern nur bis zu meiner Übernachtungsgelegenheit. Hiermit nochmals danke an Silvia für die tolle Organisation und das tolle Frühstück am Tag danach 🙂

Und das Unperfekthaus ist einfach – wow!!! Tages- oder Stundeneintritt mit Getränke- und Essensflatrate zu mehr als fairen Preisen und einer Riesenauswahl an Speisen und Getränken. Dazu auf jeder der vier Etagen Kreatives zum Reinschauen, Sitzplätze an denen von Kaffeekränzchen über Studien- bis zur Spielegruppe alles anwesend war. Tischfußball, Dachterrasse… Schade, dass das soweit weg ist. Zwar gibts hier bei uns in der Ansätze von sowas im Jugendzentrum, aber solch ein offenes Haus leider nicht. Ein tolles Projekt, das hoffentlich noch anderswo Schule macht.

Mein Fazit: Gerne nochmal!

Vom Rahmen gehüpft

Manche der Bänder hier sind nicht taufrisch, aber sie gehören zu denen, die in den blogfreien Jahren entstanden sind. Indem ich mal was hier rumzeige, kann ich dann auch gleich mal das Bilder einfügen üben. Und vielleicht weiß ich dann auch, wie hoch die Speicherkapazität des Blogs ist 😉

Diag_Applesies_Blog

2013 kam das Buch „Applesies and Fox Noses“ heraus. Eine wahre Fundgrube für Muster, die auf Diagonalen basieren. Die zwei Autorinnen verarbeiteten auch viele traditionelle finnische Motive. Das linke und das rechte Band sind Muster aus dem Buch. Das mittlere Band ein Diagonalen-Zopf aus meinem Musterfundus. Es zeigt, wie flexibel dieser einfache Hell-Dunkel-Einzug sein kann. Material linkes Band ist Wolle Nm 20/2 oder 30/2, pflanzengefärbt mit Indigo, Wau und Krapp. Die beiden anderen Bänder sind aus konventionell gefärbtem Leinengarn Nm 12/2 und 16/2. Das blaue Band ist von 2012, die anderen entstanden irgendwann Ende 2013 bis Mitte 2014.

Hallstatt_2LochRahmen_Blog Hallstatt_2Loch_Blog

Fürs Weben während unseres Sommerurlaubs habe ich das Hallstattmuster zum ersten Mal als Zweiloch-Band gewebt. Da ich noch an Aufträgen arbeite, ruhte das Band länger, ist jetzt aber mal fertig geworden. Material ist Wolle Nm12/2, naturfarben sowie pflanzengefärbt mit Krapp und Wau/Indigo. Das Krapprot ist unglaublich intensiv und ohne den typischen Orangeton. Schade, dass der Farbton bald zur Neige geht.

Fortgeschrittenes Weben

Am 31. Oktober fand zum ersten Mal ein Fortgeschrittenen-Kurs im großen Stil statt. Bisher war das immer ein 1:1-Unterrichten gewesen, jetzt kamen gleich 6 Damen zusammen, davon drei blutigste Anfängerinnen. Die übrigen drei hatten im Vorjahr meinen Anfängerkurs besucht.

Alles in Allem war es ein schöner Kurs, aber ich konnte längst nicht alles abhandeln, um das es in meinem zweiten Kursheft geht. Vielleicht lag es an dem verzögerten Kursbeginn, vielleicht auch, weil etwas mehr Hilfestellung vonnöten war als vorgesehen. Auf jeden Fall wusste jede Teilnehmerin später, wie ein Endloseinzug funktioniert und hat schöne Doublefacemuster produziert. Geköpert wird dann später…

Zufrieden war ich aber besonders damit, dass keine der erfahrenen Weberinnen in der Zwischenzeit irgendwie ihre Brettchen beschriftet hatte. Dies war tatsächlich durch den Anfängerkurs in Fleisch und Blut übergegangen. Sehr schön *freu*

Hier ein paar Eindrücke:


Ein gemeinsamer Blick ins Kursheft.


Beim Endloseinzug