Vom Rahmen gehüpft

Manche der Bänder hier sind nicht taufrisch, aber sie gehören zu denen, die in den blogfreien Jahren entstanden sind. Indem ich mal was hier rumzeige, kann ich dann auch gleich mal das Bilder einfügen üben. Und vielleicht weiß ich dann auch, wie hoch die Speicherkapazität des Blogs ist 😉

Diag_Applesies_Blog

2013 kam das Buch „Applesies and Fox Noses“ heraus. Eine wahre Fundgrube für Muster, die auf Diagonalen basieren. Die zwei Autorinnen verarbeiteten auch viele traditionelle finnische Motive. Das linke und das rechte Band sind Muster aus dem Buch. Das mittlere Band ein Diagonalen-Zopf aus meinem Musterfundus. Es zeigt, wie flexibel dieser einfache Hell-Dunkel-Einzug sein kann. Material linkes Band ist Wolle Nm 20/2 oder 30/2, pflanzengefärbt mit Indigo, Wau und Krapp. Die beiden anderen Bänder sind aus konventionell gefärbtem Leinengarn Nm 12/2 und 16/2. Das blaue Band ist von 2012, die anderen entstanden irgendwann Ende 2013 bis Mitte 2014.

Hallstatt_2LochRahmen_Blog Hallstatt_2Loch_Blog

Fürs Weben während unseres Sommerurlaubs habe ich das Hallstattmuster zum ersten Mal als Zweiloch-Band gewebt. Da ich noch an Aufträgen arbeite, ruhte das Band länger, ist jetzt aber mal fertig geworden. Material ist Wolle Nm12/2, naturfarben sowie pflanzengefärbt mit Krapp und Wau/Indigo. Das Krapprot ist unglaublich intensiv und ohne den typischen Orangeton. Schade, dass der Farbton bald zur Neige geht.

Fortgeschrittenes Weben

Am 31. Oktober fand zum ersten Mal ein Fortgeschrittenen-Kurs im großen Stil statt. Bisher war das immer ein 1:1-Unterrichten gewesen, jetzt kamen gleich 6 Damen zusammen, davon drei blutigste Anfängerinnen. Die übrigen drei hatten im Vorjahr meinen Anfängerkurs besucht.

Alles in Allem war es ein schöner Kurs, aber ich konnte längst nicht alles abhandeln, um das es in meinem zweiten Kursheft geht. Vielleicht lag es an dem verzögerten Kursbeginn, vielleicht auch, weil etwas mehr Hilfestellung vonnöten war als vorgesehen. Auf jeden Fall wusste jede Teilnehmerin später, wie ein Endloseinzug funktioniert und hat schöne Doublefacemuster produziert. Geköpert wird dann später…

Zufrieden war ich aber besonders damit, dass keine der erfahrenen Weberinnen in der Zwischenzeit irgendwie ihre Brettchen beschriftet hatte. Dies war tatsächlich durch den Anfängerkurs in Fleisch und Blut übergegangen. Sehr schön *freu*

Hier ein paar Eindrücke:


Ein gemeinsamer Blick ins Kursheft.


Beim Endloseinzug

Webkurs-Testlauf

Webkurse gebe ich ja schon recht lange und das auch für Anfänger und Fortgeschrittene und dann auch noch zu Spezialthemen.
Da aber erfahrungsgemäß mehr Anfängerkurse stattfinden, weil sich die Zahl derer, die im Rahmen eines Fortgeschrittenenwebkurses weiter in die Materie vertiefen wollen/können, deutlich verringert, habe ich längst nicht solch ein schönes Heft für die erfahrenen Weber/innen wie für meine Anfänger.

Das erste Heft hat seine Kinderkrankheiten definitiv überstanden und wird so auch bald in Druck gehen, aber jeder, der bei mir weiterlernt, bringt neue Impulse zur Verbesserung des zweiten Heftes.
Heute hatte ich bei meinem Webkurs das Glück, in die weiterführende Materie vordringen zu können und so schon wieder einiges feilen können für die Kursunterlagen für den Webkurs am kommenden Wochenende. Dort werden die Weiterlerner aus dem Anfängerkurs bei den Hochwaldkelten versammelt sein.

Problem bei Endloseinzug, Doubleface und Köper ist halt, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte und dass Versuch und Irrtum auch manchmal schneller ein Ergebnis bringen als stures Nachdenken.
Meine Kandidatinnen erwartet neben der Praxis noch ein gut Teil Theorie und die will erst einmal verstanden sein… „S“ und „Z“ sind dann wirklich Kindergarten.